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Regen ergoss sich über das Antlitz der Erde. Wolken verbargen die Weite des Himmels. Durch globale Erwärmung entstanden, hüllten sie, Schleiern gleich, die Erde in Grautöne und Finsternis. Im fortwährenden Zwielicht aus nebelig trüber Sonne, Regen und Neongeflacker lebten in analogen und virtuellen Kommunen Milliarden Organoide, Mechanical Creatures und Avatare. Zwei Dinge nur gab es, die die meisten Geschöpfe verband: Jenes schwarzbräunliche Einheitsgetränk, das man Cola nannte, und der gemeinsame Slang, der zusammengemixt aus unterschiedlichen Sprachen, City Rap hieß.

Dies ist die Story eines Songwriters, der seine Epoche in Liedern von seltener Kraft und archaischer Schönheit beschrieb. Er führte ein Leben am Rande der Gesellschaft. Einem Phantom gleich. Ein von vielen bewunderter Mythos, dessen ursprünglichen Namen kein Lebender kannte. Einzig sein Nickname, Micky Cola, war jenen vertraut, die Musik hörten und sich in den Bars und Spelunken der die Erdoberfläche bedeckenden Metropolis herumtrieben.

Das war in einer Zeit, die der Zukunft zugerechnet wird. An die Jahrtausende christlicher Zeitrechnung, auch Christozän genannt, erinnerte einzig die Tatsache, dass das schwarzbraune Einheitsgetränk immer noch getrunken wurde.

 

Alles andere war anders.